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Ricarda
Buckel, Inhaberin und kreativer
Kopf von network NOW* Agentur für multimediales und Corporate Design,
berät seit über zehn Jahren Unternehmen in allen Fragen
zu Außendarstellung, Image- und Markenentwicklung. Ein Schwerpunkt
ist die Beratung bezüglich Sinn und Machbarkeit im Einsatz von
neuen Möglichkeiten und Techniken im Internet. Ihre Überzeugung:
“Netzwerke, und zwar persönliche wie digitale, bilden eine
der wichtigsten Säulen für Erfolg und Neukundengewinnung.
Allerdings muss jede auswählen, welche Netzwerke einen weiterbringen.
Denn netzwerken ist sehr zeitintinsiv.” Ricarda Buckel selber
ist ein bis zwei Abende in der Woche auf Präsenzveranstaltungen
und täglich bestimmt 1,5 Stunden online, um Kontakte zu pflegen,
sich mit anderen auszutauschen, ihre Bekanntheit zu erhöhen ...
Zur Einführung in die derzeitigen Möglichkeiten erklärt
Ricarda Buckel einige Begrifflichkeiten:
Eine Online-Community ist eine spezielle Form einer
Gemeinschaft, da sich die Menschen hier im Internet begegnen bzw. austauschen.
Oft passiert das in einem so genannten Sozialen Netzwerk,
wo Meinungen, Erfahrungen und Eindrücke ausgetauscht werden. Die
bekanntesten sind StudiVZ und Facebook,
die überwiegend von jungen Leuten genutzt werden. Die reiferen
Semester findet man eher bei XING, wo man Businesskontakte
knüpfen und verwalten, Personen und Jobs suchen, aber auch Gruppen
gründen und Gruppen beitreten kann, die zu unterschiedlichsten
Themen angeboten werden. Beliebt ist auch Stayfriends,
ein Community, wo man alte Schulfreunde wieder finden kann. Hinzu kommt
eine Vielzahl von Communities für spezielle Interessengruppen (Gartenfans,
Menschen mit Allergien usw.)
Ein Blog oder Weblog ist ein Tagebuch
oder Journal, das auf einer Internetseite veröffentlicht wird.
Meist wird aus der Ich-Perspektive erzählt und über persönliche
Erfahrungen oder Erlebnisse berichtet. Oftmals sind auch Kommentare
von Lesern zulässig, die dann zu Diskussionen führen können.
Das Schreiben innerhalb eines Blogs wird als bloggen
bezeichnet. Einträge in Blogs nennt man Posts
und Themen Threads. Die Inhalte die in Blogs vermittelt
werden, gelten als „user generated content“,
also als Inhalte die vom Benutzer selbst eingebracht werden.
Eine ganz besondere Form von Blogs ist das so genannte Microblogging.
Das bekannteste Tool dazu ist Twitter. Die Nachrichtenlänge
ist auf 140 Zeichen begrenzt und damit in der Länge der Textbotschaft
beschränkt. Benutzer können Beiträge bzw. Tweets
eines bestimmten Autoren auch abonnieren und erhalten dann regelmäßig
neu eingestellte Beiträge.
Mit Hilfe von RSS bzw. RSS-Feeds können
Nachrichten-übersichten für Abonnenten zusammengestellt werden.
Die Nachrichtenübersichten können mit Hilfe eines so genannten
Feedreaders im Internetbrowser aufgerufen werden oder
aber auch mit einem RSS-Parser auf der eigenen Webseite
integriert werden.
Podcasts sind kleine Radio- bzw. Fernsehsendungen oder
Videos, die man im Internet unabhängig einer bestimmten Sendezeit
ansehen kann und die der Unterhaltung oder aber auch der Information
dienen. Youtube ist wohl die bekannteste Plattform
für Podcasts und selbst erstellten Videos: Hier kann jeder angemeldete
User Videos einstellen und dies ist dann weltweit abrufbar.
Die neue mobile Computer-Generation hat Handys und so genannte Handheld
Computer bzw. PDAs oder PalmPilots verschmelzen lassen. Diese Smartphones
(am bekanntesten ist wohl das IPhone von Apple) verfügen meist
über ein Betriebssystem eines Drittanbieters (z. B. Windows). Es
ermöglicht dem Benutzer, nach Belieben selbst Programme, auch Applications
oder kurz Apps genannt, zu installieren.
Webseiten werden immer häufiger auf Basis von Content-Management-Systemen,
kurz CMS erstellt. Mit Hilfe des CMS-Editoren
können dann auch Laien nach einer kleinen Einweisung ihre Website
pflegen, Texte, Bilder und Grafiken hochladen und sogar neue Seiten
anlegen oder Seiten löschen.
Der Begriff Web 2.0 wurde 2003 erstmals vom Chefredakteur
der amerikanischen Fachzeitschrift „InfoWorld“ Eric Knorr
geprägt und steht für die vielen Möglichkeiten, die das
Web uns heute bietet. Gemeint ist damit die Aufhebung der Grenze zwischen
Informationsanbietern auf der einen und Informationskonsumenten auf
der anderen Seite. Denn heute stellen Anwender mit kaum mehr als durchschnittlichen
EDV-Kenntnissen eigene Beiträge auf Server, pflegen Blogs und verlagern
auch private Daten ins öffentliche Netzwerk. Anwender benutzen
Datenspeicher im Internet (z.B. für Fotos), lokale Anwendungen
greifen auf Anwendungen im Netz zu und Suchmaschinen greifen auf lokale
Daten zu. Programme aktualisieren sich selbstständig über
das Internet, laden Module bei Bedarf nach und immer mehr Anwendungen
benutzen einen Internet-Browser als Benutzerschnittstelle.
Einige Internet-Anwendungen direkt zum Begriff Web 2.0 zugeordnet, so
das Wiki, eine Ansammlung von Webseiten, die von allen
Benutzern frei erstellt und überarbeitet werden kann, Weblogs/Blogs
(s.o.), Podcast (s.o.), soziale Netzwerke (s.o.),
virtuelle Welten, das sind dreidimensionale Plattform
im Internet (z.B. Second life) und Media Sharing
Plattformen, die interessierten Benutzern die Möglichkeit
bieten, ein Profil anzulegen, Mediendaten wie Fotos und Videos zu speichern
und Inhalte anderer Nutzer zu konsumieren sowie zu bewerten.
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