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Katrin
Heinsohn, Inhaberin der Global Sales
& Export Consulting, hilft Unternehmen vor allem aus der Lebensmittelbranche,
in ausländischen Märkten Fuss zu fassen.
Ihre Beratertätigkeit beginnt sie in der Regel mit der Frage, wie
sie dem Kunden helfen kann, zu wachsen. „Wer heute wachsen möchte,
sollte auf jeden Fall auch global denken,“ ist Katrin Heinsohn
überzeugt. „Je breiter man bei den ersten Vorüberlegungen
denkt, um so mehr Anhaltspunkte und Perspektiven tun sich auf.“
Wenn dann ein Markt ins Auge gefasst ist, beginnt die ausgiebige Marktrecherche.
„Um einen neuen Markt erfolgreich zu erschließen, braucht
man ganz viel Glück und bis zu zwei Jahre Geduld, bis man weiss,
ob der Markteintritt erfolgreich war. Deshalb ist die Vorprüfung
so wichtig, ob ein Produkt oder eine Dienstleistung überhaupt eine
Chance im Markt hat,“ betont Katrin Heinsohn. Für die erste
Marktbeobachtung gibt es sehr gute Hilfsmittel, darunter die Recherche
im Internet und Fachliteratur über Unternehmen und Produkte. „Man
muss die Tendenzen im Zielmarkt erkennen,“ so Heinsohn. „Was
läuft in dem Markt? Was kosten die Produkte? Sind sie hochwertig
oder nicht so hochwertig? Gibt es Diskussionen, die an Einfluss gewinnen?“
Wenn es ernste Anhaltspunkte für einen neuen Markt gibt, muss man
rausgehen und den Markt vor Ort angucken, Store-Checks machen, Konkurrenzprodukte
in die Hand nehmen und anschauen, Messen besuchen, mit Firmen, Kunden,
Rohstofflieferanten usw. sprechen, vielleicht eine gezielte Befragung
machen. Nicht nur beim Export kommen Fortbildungen über den Zielmarkt
hinzu. Gibt es rechtliche oder administrative Bedingungen, die erfüllt
werden müssen? Gibt es bei ausländischen Märkten
Importvoraussetzungen, die berücksichtigt werden müssen? Erste
Auskünfte erteilen die Handelskammern.
Auf der Basis all dieser Vorüberlegungen und Erkenntnisse entwickelt
Katrin Heinsohn
schießlich das individuelle Konzept für die Markteinführung.
Im Fall einer fleischkonserve, die in die baltischen Länder exportiert
werden sollte, hat Katrin Heinsohn bei den großen Supermarktketten
angeklopft. Nach jeweils zehn Telefonaten, um die Ansprechpartner herauszufinden,
und weiteren fünf Telefonaten, um diese ans Telefon zu bekommen,
hatte sie ihre ersten Kontakte. Für die Produktpräsentation
hat sie einen Marketingkatalog erstellt, in dem ein besonderes Augenmerk
auf das Preis-Leistungs-Verhältnis gelegt wurde. Dann wurden Proben
verschickt, und schließlich Testwochen mit separaten Displays
in der Nähe der Fleischkonserven vereinbart. Seit einem Jahr ist
die Fleischkonserve trotz der Wirtschaftskrise sehr erfolgreich in der
größten Supermarktkette in baltischen Ländern gelistet.
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